Wer kennt das eigentlich nicht? Der Sommer lockt nach draußen, die Familie hat großen Hunger und man möchte eigentlich nur schnell ein richtig leckeres Essen zaubern. Doch der alte Grill braucht ewig, bis die Kohle endlich glüht, oder die Gasflasche ist mal wieder im absolut falschen Moment leer. Und wenn man dann am Wochenende Lust auf eine richtige, knusprige Steinofenpizza hat, stößt der normale Gartengrill ohnehin sehr schnell an seine Grenzen. Genau hier setzen in letzter Zeit viele Hersteller an und versprechen die perfekte All-in-One-Lösung für den heimischen Garten. Aber funktioniert das auch wirklich ohne viel Aufwand und vor allem ohne komplizierte Technik? Ich habe den elektrischen Outdoor-Ofen von Ninja, den Woodfire OO101EU, ganz genau unter die Lupe genommen. In diesem ehrlichen Testbericht schauen wir uns an, ob das Gerät wirklich hält, was es verspricht, wie es sich im ganz normalen Alltag bedienen lässt und ob es den stolzen Preis von rund 400 Euro wert ist.
Wir sprechen hier nicht von einem einfachen Elektrogrill, sondern von einem vollwertigen Ofen für den Außenbereich. Die Idee dahinter ist simpel: Man nehme die Hitze eines echten Pizzaofens, die Gemütlichkeit eines Smokers und die Zuverlässigkeit eines elektrischen Backofens und packe alles in ein einziges Gerät. Genau das versucht Ninja hier.
Das Besondere ist die sogenannte Woodfire-Technologie. Über eine kleine seitliche Kammer kann man Holzpellets einfüllen. Diese Pellets dienen nicht dazu, den Ofen zu heizen – das übernimmt der Strom. Sie verglimmen lediglich langsam und geben dabei einen herrlichen Rauchgeschmack an das Essen ab. Das bedeutet: Sie drücken einfach einen Knopf und bekommen den vollen Geschmack eines echten Holzfeuers, ohne stundenlang Feuer machen zu müssen oder den Nachbarn mit dichten Rauchwolken zu verärgern.
Die Bedienung ist dabei denkbar einfach gehalten. Ein großes Drehrad lässt Sie zwischen verschiedenen Programmen wählen, wie zum Beispiel Backen, Smoken oder der speziellen Pizza-Funktion. Sie müssen kein Technik-Experte sein, um dieses Gerät sicher zu bedienen. Die Menüführung ist logisch aufgebaut und das Display zeigt klar an, was gerade passiert.
Um zu verstehen, was dieser Ofen leisten kann, müssen wir kurz auf die harten Fakten schauen. Anstatt Sie mit Zahlen zu überhäufen, zeige ich Ihnen direkt, was diese Werte für Ihren Alltag bedeuten:
Ein Gerät kann auf dem Papier noch so gut aussehen, am Ende zählt, was auf dem Teller landet. Ich habe den Ofen in drei völlig unterschiedlichen Bereichen getestet, um zu sehen, wie er sich schlägt.
Test 1: Rumsteak bei maximaler Hitze (Max Roast) Ein gutes Steak braucht extreme Hitze, damit es außen eine schöne Kruste bekommt und innen saftig bleibt. Ich habe den Ofen auf die vollen 370 Grad vorgeheizt. Das Vorheizen auf diese hohe Temperatur dauerte im Test genau 13 Minuten. Das ist ein hervorragender Wert. Danach kamen die Steaks auf das heiße Blech. Nach der Hälfte der Zeit habe ich sie einmal gewendet. Nach exakt sechs Minuten waren die Steaks fertig. Das Ergebnis war wirklich beeindruckend: Außen eine herrliche Kruste, innen perfekt rosa, ohne auszulaufen. Die Qualität war absolut vergleichbar mit Fleischgerichten aus einem guten Restaurant. Ein kleiner Rat: Wenn Sie bei dieser Temperatur Öl verwenden, kann es stark qualmen. Hier ist etwas Vorsicht geboten.
Test 2: Die perfekte Pizza (New York Style) Für Pizza hat das Gerät eigene intelligente Einstellungen. Ich habe den mitgelieferten Pizzastein eingelegt und das Programm für "New York Pizza" gewählt (8 Minuten bei 245 Grad). Auch hier gibt es die Möglichkeit, auf bis zu 370 Grad hochzugehen, wenn man die klassische neapolitanische Pizza in knapp drei Minuten backen möchte. Mein Pizzateig ließ sich an dem Tag nicht perfekt rund formen, aber dem Ofen war das egal. Nach Ablauf der Zeit war der Käse wunderschön geschmolzen und der Rand herrlich knusprig. Der schwere Pizzastein speichert die Hitze hervorragend. Wer mehrere Pizzen nacheinander backen möchte, kann die praktische Serienfertigungs-Funktion nutzen.
Test 3: Ein großer Schweinebraten (Gourmet Roast) Das war der ultimative Test auf Ausdauer. Ein zwei Kilogramm schwerer Schweinenacken. Hier konnte der Ofen seine clevere "Gourmet Roast"-Funktion voll ausspielen. Das ist ein Programm mit zwei aufeinanderfolgenden Stufen. In der ersten Stufe brät der Ofen das Fleisch bei sehr hoher Hitze (340 Grad) für zehn Minuten scharf an, um Röstaromen zu erzeugen. Danach schaltet er automatisch auf die zweite Stufe um – in meinem Fall 150 Grad für drei Stunden. Ich habe noch die Smoker-Funktion eingeschaltet, um etwas echten Rauchgeschmack zu bekommen. Nach drei Stunden war das Ergebnis ein absoluter Traum. Das Fleisch war außen knusprig und innen so saftig, dass es fast von alleine zerfiel. Man muss sich um nichts kümmern, der Ofen regelt die Hitze völlig selbstständig.
Oft liest man nur technische Bezeichnungen, aber was bedeuten diese Funktionen konkret für Sie zu Hause?
Die rein elektrische Beheizung bedeutet in erster Linie enorme Sicherheit und Bequemlichkeit. Sie müssen nie wieder schwere Gasflaschen vom Baumarkt schleppen oder Säcke mit Kohle entsorgen. Sie stecken den Stecker in die Dose und können sofort anfangen. Das ist besonders für Mieter mit einem normalen Balkon ein riesiger Vorteil, wo offenes Feuer oft verboten ist.
Die spezielle Smoker-Box für die Holzpellets macht aus einem einfachen Elektro-Ofen ein echtes Geschmacks-Wunder. Sie brauchen nur ein winziges Schäufelchen (etwa 50 Gramm) der Pellets einzufüllen. Der Ofen entzündet diese dann ganz von selbst. Sie haben keinen Schmutz, keine offene, gefährliche Flamme, aber erhalten trotzdem den herrlichen Duft und Geschmack wie von einem echten Lagerfeuer.
Ein weiterer sehr großer Vorteil ist die einfache Reinigung. Den dicken Pizzastein wischen Sie am besten nur trocken ab (bitte niemals ins Spülwasser legen!). Die Roste und das schwere Blech lassen sich sehr leicht entnehmen und in der Spüle reinigen. Da die Heizspiralen gut positioniert sind, kommt man auch an die Wände des Ofens sehr gut heran, um Fettspritzer wegzuwischen.
Um Ihnen ein besseres Gefühl zu geben, wann dieser Outdoor-Ofen wirklich glänzt, hier fünf typische Situationen aus dem Alltag:
Bevor man sich ein solches Gerät für den Haushalt anschafft, gibt es natürlich Fragen. Hier sind exakt 15 der wichtigsten Fragen und meine ehrlichen, leicht verständlichen Antworten dazu:
Kommen wir zur wichtigsten Frage am Ende: Lohnt sich die Anschaffung des Ninja Woodfire Outdoor-Ofens wirklich für Sie? Nach meinem ausgiebigen Test kann ich diese Frage mit einem ganz klaren und überzeugten Ja beantworten. Was mich am meisten überzeugt hat, ist die pure Ehrlichkeit und Verlässlichkeit dieses Geräts. Es macht exakt das, was es soll, und das in einer wirklich hervorragenden Qualität, ohne kompliziert zu sein.
Die Ergebnisse auf dem Teller sprechen für sich selbst. Ob das perfekt gebratene Rumsteak mit seiner tollen Kruste, die herrlich krosse Steinofenpizza in Rekordzeit oder der stundenlang zart gegarte Schweinebraten – das Gerät liefert konstant Resultate auf allerhöchstem Niveau ab. Besonders die Kombination aus elektrischer Sicherheit und dem echten Holzfeuer-Aroma durch die kleinen Pellets ist in meinen Augen ein absoluter Gewinn für jeden Haushalt. Man spart sich unglaublich viel Zeit und Stress im direkten Vergleich zu einem klassischen Holzkohlegrill oder gar einem echten, gemauerten Steinofen im Garten.
Natürlich ist der Preis von etwa 400 Euro kein Pappenstiel. Man muss sich bewusst sein, dass dies eine Investition in die eigene Lebensqualität und in mehr Entspannung im Alltag ist. Wer wirklich nur zweimal im ganzen Jahr eine günstige Wurst grillen möchte, braucht dieses leistungsstarke Gerät sicher nicht. Wer jedoch gerne Zeit draußen verbringt, sehr großen Wert auf gutes und hochwertiges Essen legt, gerne neue Dinge wie das Räuchern von Fleisch ausprobieren möchte und dabei den Komfort einer einfachen elektrischen Bedienung schätzt, der wird mit diesem Ofen seine wahre Freude haben.
Die Verarbeitung des Ofens ist extrem robust, die Bedienung ist absolut unkompliziert und selbsterklärend gestaltet, und die Reinigung geht wunderbar leicht von der Hand. Ein winziger Kritikpunkt ist die Kabellänge von nur 1,40 Metern, die oft ein Verlängerungskabel erfordert. Auch die starke Qualmentwicklung, wenn man bei 370 Grad sehr viel Öl verwendet, erfordert ein bisschen Übung und Gefühl. Doch das sind wirklich nur sehr kleine Details bei einem ansonsten tadellosen und extrem vielseitigen Gesamtpaket.
Mein abschließender Rat als objektiver Produkttester: Wenn Sie auf der Suche nach einem unglaublich flexiblen, leistungsstarken und vor allem kinderleicht zu bedienenden Outdoor-Ofen sind, der sowohl Pizza als auch dicke Steaks und große Braten meistert, können Sie hier absolut bedenkenlos zugreifen. Er ist eine echte Bereicherung für jeden Garten und Balkon.
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